Keine Zeit um Dein eigenes Buch zu schreiben? Was wirklich dahinter steckt!

 

Keine Zeit um Dein eigenes Buch zu schreiben?

Was wirklich dahinter steckt!

Du bist Unternehmer und möchtest Dein eigenes Buch schreiben. Wenn da nur nicht die tausend Baustellen wären, die offenen Punkte auf Deiner To-Do Liste. Wie Du es auch drehst und wendest, so gerne Du Dein Buch in den Händen halten würdest, es geht einfach nicht – Du hast keine Zeit, nicht jetzt, vielleicht in drei oder sechs Monaten oder nächstes Jahr!
Kommt Dir das bekannt vor? Ich habe eine gute Nachricht: Du bist nicht allein. Du bist in guter und großer Gesellschaft. Keine Zeit zu haben ist die größte Hürde auf dem Weg zum eigenen Buch.

Aber warum?

Ein eigenes Buch! Stell Dir mal vor: Dein Name auf dem Cover! Dein Thema im Titel! Du spürbar auf jeder Seite! Du weißt wie sehr es Dir helfen würde, Dein Business deutlich voran zu bringen. Vielleicht träumst Du schon davon, weißt genau, wie Du es signierst. Du auf Amazon, im Buchladen – überall! Sogar im Zug sitzen Menschen um Dich herum, die Dein Buch lesen! WOW!
Aber warum ist es trotzdem das Projekt, das Du schiebst? Das wir schieben?
Ich wollte es herausfinden. Es war kurz vor Weihnachten. Ich war umringt von Koffern. Es war kurz vor dem Abflug in die Ferien als ich entschied: Jetzt, genau jetzt ist die richtige Zeit für mein nächstes Buch. Warum? Weil ich genau jetzt keine Zeit habe, also bereits Mitten im Thema bin.

Ich gebe zu, es war ein Kamikazeprojekt. In einem Fernsehbeitrag würde im Untertitel stehen: „Nicht nachmachen!“ Aber die Erkenntnisse aus dieser Zeit waren es wert: Allein der Titel des Buches – Keine Zeit! Wie Du Dein Buch schreibst, wenn Du keine Zeit dafür hast – auf meinem Blog hat meine Leserschaft nahezu explodieren lassen. Das Thema ist ein Dauerbrenner. Es ist überall.

Ich habe mit so vielen Menschen über das Zeitproblem beim Bücherschreiben gesprochen – mit Autoren, die bereits mehrere Bücher veröffentlicht haben, mit Menschen, die gerade an ihrem ersten Buch schreiben oder es planen. Nicht zuletzt musste ich mich mit mir selbst auseinandersetzen – mit meinen Gedanken, Erfahrungen, Hürden, Hochs und Tiefs.
„Keine Zeit, um sein Buch zu schreiben“ ist so viel mehr, als es zunächst erscheint. Die fehlende Zeit ist nur die Spitze des Eisbergs. Darunter liegt etwas ganz anderes:

 

1. Respekt vor der eigenen Courage

Erfolg hat ja immer zwei Seiten – Licht und Schatten. Man wünscht es sich, den Erfolg, das Rampenlicht. Man will gesehen werden als jemand mit Ideen und Tatkraft. Sichtbarkeit, ja klar, hier bitte! Den Scheinwerfer bitte einmal auf mich richten. Man will bei Menschen einen Eindruck hinterlassen, etwas bewirken. ABER … was ist, wenn man einen wichtigen Aspekt vergisst? Was ist wenn man einen falschen Schluss zieht? Eine Übung nicht funktioniert? Was passiert, wenn es ein Leser ganz anders sieht als man selbst? Was ist wenn jemand schlecht über das eigene Buch denkt? Oder dann vielleicht sogar schlecht darüber schreibt und es anderen sagt?
Uhhh, als Autor, wird man auf einmal angreifbar! Vielleicht lässt man es dann doch lieber. Ja, jetzt, wenn man sich das alles nochmal genau anschaut ist es klar – man hat gar keine Zeit für das Buch. Jetzt gerade nicht. Wenn man wieder Zeit hat, dann geht man das nochmal neu an. Das trifft sich gut!
Gas geben – bremsen – Gas geben – bremsen. Ja ich will! Ich mache erste Schritte und plötzlich wird mir klar, was das alles bedeutet. Hilfe, kann das alles groß werden! Kann ich das? Will ich das überhaupt? Was mache ich denn dann?

So oder so ähnlich kennt das jeder Unternehmer – den Respekt vor der eigenen Courage, den eigenen Ideen und dem Tatendrang. Als Autor nimmt man eine neue Rolle an. Man zeigt sich. Und das ist nicht immer einfach. Oft ist es das Schwierigste am ganzen Buch. Ich nehme mich selbst nicht heraus, ganz im Gegenteil. Ich kenne den Strudel nur zu gut vielleicht schreibe ich mein nächstes Buch genau darüber. Ich will nicht in Wunden bohren, ganz im Gegenteil. Ich will Dir die Angst nehmen und Dir sagen, dass es völlig normal ist. Man spricht nicht gerne darüber. Trotzdem ist es da und ich glaube es gehört einfach dazu, wenn Du ein eigenes Unternehmen hast und es gehört dazu, wenn Du ein Buch schreibst, um Fahrt aufzunehmen!

 

2. Unternehmerische Gründe. Keine Zeit = Kein Geld

Ja, wie heißt es so schön: Zeit ist Geld. Ein Buch ist ein zeitaufwendiges Projekt. In der Zeit, in der man schreibt, hat man keine Einnahmen. Wenn man sogar noch mit einem Exposé auf Verlagssuche geht, verlängert sich die Durststrecke. Geld gibt es erst, wenn man fertig ist. Wieviel ist unklar. Garantien, ob sich die Mühen finanziell auszahlen werden, gibt es leider nicht. Der finanzielle Hebel kommt darüber, dass man Interesse weckt, Menschen damit auf sich und seine Arbeit aufmerksam macht und darüber Kunden gewinnt und ggf. auch höhere Preise durchsetzt. Ja, ein Buch kann sich finanziell lohnen. Aber geht da nicht mehr?
Wieso kann man nicht auf der Welle seines Buches reiten und egal wo man sich im Projekt befindet seinem Unternehmen schon etwas Gutes tun und Geld damit verdienen? Ein erster Auszug, eine Kurzversion als Opt-In, als Freebie auf Amazon, um Leser zu gewinnen und um Lust auf Mehr zu machen. Ein Coaching oder Kurs passend zum Buch – nicht erst wenn es fertig ist – nein, während es entsteht. Coache doch einfach zu Deinem Buchthema und lass Dich in der Zeit in der Dein Buch entsteht zahlen. Wer sagt, dass das erst danach möglich ist? Wieso schreiben wir alle wie Autoren, wenn wir doch Unternehmer sind? Es ist doch so vieles möglich.
Ich glaube da das Buch eins der ältesten Medien ist, halten wir an einem Modell fest, es zu schreiben, das für Unternehmer nicht optimal ist. Wir sind keine Autorinnen im klassischen Sinn, wir sind Unternehmerinnen, die ein oder fünf oder zehn Bücher veröffentlichen wollen, um damit unser Unternehmen auf- oder auszubauen. Das ist ein Unterschied.

 

3. Das eigene Buch, der große Berg

Wenn schon, denn schon! Die Anforderungen an einen selbst und sein Buch sind hoch! Man will sein Bestes geben! Alles zeigen! Unter hundert Seiten fange ich erst gar nicht an. Besser noch sind zwei- bis dreihundert. Es soll ja auch solide in der Hand liegen und mehr ist mehr wert. Natürlich sollte es auch bei einem namhaften Verlag erscheinen und wenn wir schon dabei sind – ein Bestseller soll es bitte auch werden. Das sind doch die wirklich guten Bücher, oder?
Vielleicht übertreibe ich gerade, aber die Wahrheit ist, dass wir uns das Leben selbst unnötig schwer machen. Das Gedankenkarussell dreht sich und das Buch wird groß und größer, besser und perfekt. Das Ergebnis: Es ist nahezu unerreichbar.
Die Realität ist oft anders als wir denken: Beispielsweise werden die meisten Bücher nicht zu Ende gelesen. Je dicker das Buch, desto unwahrscheinlicher ist es, dass der Leser bis zur letzten Seite kommt. Wir leben in einer Welt voller Ablenkung. Ein Buch konkurriert mit dem Fernsehen, mit Facebook, mit Youtube, mit Emails. Nicht nur Du hast keine Zeit es zu schreiben, Deine Leser haben auch keine Zeit, es zu lesen.
Mache Dein Buch kurzweilig und knackig. Lieber süß und saftig einen Schwerpunkt nehmen als einen Almanach zu produzieren, der im Regal verstauben wird. Nimm ein Problem, das Deinen Lesern unter den Fingern brennt und das Du auch mit Deinem Angebot löst. Dein Buch soll inspirieren ja, und es soll Dir Kunden bringen. Tue Dir und Deinen Lesern den Gefallen.

 

Lust auf Mehr?

Wenn Du die ersten Schritte mit Deinem Buch gehen möchtest oder Dein nächstes Buch planst, dann lade ich Dich ein zu meinem Workshop – Kunden statt Leser – beim W.I.N Business-Kongress am 21.04.2018. Wenn Du dabei bist, wirst Du lernen, wie Du Dein Buch als Unternehmerin schreibst und es von Anfang an dazu nutzt, Leser und Kunden zu gewinnen – denn es geht darum, dass Du mit Deinem eigenen Buch, Dein Unternehmen auf Fahrt bringst.

Katja Glöckler

www.katjagloeckler.com